Bier-Guide #1 - Deutsche Biersorten

Damit du bei den unzähligen Biersorten nicht den Überblick verlierst, kommt hier der ultimative Bier-Guide. In diesem Artikel wird es zunächst um die "klassischen" deutschen Biersorten gehen.

von Revier Südost • 26. Mai 2021
Deutschland ist eine Biernation. Und obwohl es schon so viele verschiedene Biersorten gibt, kommen weltweit immer mehr neue Kreationen dazu. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile über 6.000 verschiedene Biermarken und damit ist der Biermarkt hierzulande abwechslungsreicher und vielfältiger als in jedem anderen Land dieser Welt.

Damit du bei den unzähligen Biersorten nicht den Überblick verlierst, kommt hier der ultimative Bier-Guide. In diesem Artikel wird es zunächst um die "klassischen" deutschen Biersorten gehen.

Grundsätzlich kann man Bier in zwei Gruppen unterteilen: “Ale” und “Lager”, zu Deutsch, obergäriges und untergäriges Bier. Der Unterschied lässt sich ganz einfach anhand der Brauweise erklären. Obergärige Biere werden mit obergäriger Hefe gebraut. Das bedeutet, dass die Hefe bei höheren Temperaturen (15 - 20 Grad Celsius) arbeitet und den Zucker in Alkohol umwandelt.
Bei untergärigen Bieren wird mit untergäriger Hefe gearbeitet, welche sich bei niedriger Temperatur (ca. 5 - 15 Grad Celsius) wohlfühlt und in Ruhe vor sich hingären kann.
 
Altbier
Das Altbier (oft auch nur “Alt”genannt) verdankt seinen Namen der alten traditionellen Braukunst, durch die es hergestellt wird. Es ist ein dunkles rotbraunes eher herbes Bier mit einer malzig nussigen Note. Das Altbier wird heute vor allem in Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach getrunken und ist eine Art Wahrzeichen geworden.
 
Berliner Weisse
Die Berliner Weisse kommt, wie der Name es schon verrät, aus der Hauptstadt Berlin und ist ein Weißbier. Der Name ist zudem auch geschützt, was bedeutet, dass nur Brauereien aus Berlin ihr Bier als Berliner Weisse bezeichnen dürfen. Die Berliner Weisse ist ein eher säuerliches Weizenbier, weshalb in den 1920er Jahren die Berliner anfingen, dass Bier mit grünem Waldmeister- oder rotem Himbeersirup zu mischen, um die Säure zu übertünchen. Napoleon bezeichnete die Berliner Weisse übrigens als „Champagner des Nordens“.
 
Gose
Die Biersorte Gose ist wie die Berliner Weisse ein Sauerbier und wird gern mit Schuss getrunken. Die Gose kommt ursprünglich aus Goslar und ist nach dem durchfließendem Fluss Gose benannt. Die Gefühlte Heimat liegt allerdings in Leipzig, da es lange Zeit nur noch dort gebraut wurde. Das besondere an der Gose ist die salzige Note. Ursprünglich entstand diese, da das Bier mit dem Wasser der Gose gebraut wurde, welches dem Bier den unverwechselbaren Geschmack verlieh. Heute wird beim Brauen extra Salz und Koriandersamen hinzugefügt.
 
Kölsch
Der Begriff “Kölsch” ist geschützt, weshalb nur Brauereien aus dem Raum Köln ihr Bier so nennen dürfen. Das Kölsch hat einen sehr milden und leicht säuerlichen Geschmack und vergleichsweise eher wenig Kohlensäure. Dadurch ist es leicht und gut zu trinken und mit seinem relativ geringem Alkoholgehalt passt es zu jeder Gelegenheit.
 
Weizenbier
Weizenbier, Weizen, Hefeweizen und Weißbier sind alles Bezeichnungen für dieselbe Biersorte. Das Weizenbier kommt aus Süddeutschland, wo auch bis heute die Hochburg des Bieres liegt. Die trübe helle Variante wird Hefeweizen und die klare Variante Kristallweizen genannt. Dabei bleibt der fruchtig-würzige Geschmack bei beiden Varianten vorhanden. Um ein Bier Weizenbier nennen zu dürfen, müssen mindestens 50 % Weizenmalz enthalten sein. Durch den hohen Kohlensäuregehalt und das fruchtig würzige, typisch süßliche Bananen- und Nelkenaroma ist das Weizenbier sehr erfrischend und beliebt.
 
Bockbier
Bock oder Bockbier ist heute oft ein Sammelbegriff für Starkbiere mit einem Alkoholgehalt von 6 - 7 %. Traditionell ist es ein dunkles Bier und schmeckt malzig-süß. Das Bockbier stammt aus dem Norden von Deutschland, nämlich aus der Hansestadt Einbeck. Die verschiedenen Sorten des Bockbiers sind das Weizenbock, das helle Maibock und das sogenannte Eisbock, welches durch weniger Wasser einen höheren Alkoholgehalt hat.
 
Export
Exportbiere sind durch die untergärige Brauweise lange haltbar und konnten deshalb früher über die Stadtgrenzen hinaus exportiert werden. Es gibt sie in Form von Pils, Weizen, Alt oder Helles und dadurch kann es jede Farbe haben. Das Bier ist eher herb, bitter und hat einen höheren Alkoholgehalt, weshalb es früher nach der Auslieferung mit Wasser gestreckt wurde. Die bekanntesten Exportbiere sind das Wiener Export, das Dortmunder Export und das Münchner Export.
 
Helles
Die Bezeichnung “Helles” stammt von der hellgelben Farbe des Lagerbiers. Gewöhnlich schmeckt es malzig, mild und leicht süßlich. Der Ursprung liegt natürlich in München und bis heute ist das Helle vor allem in Süddeutschland beliebt. Aber auch über die Grenzen von Bayern und Baden-Württemberg hinaus, ist das kühle Blonde bis heute das beliebteste Bier in den Biergärten dieser Welt.
 
Märzen
Das Märzen ist das perfekte Sommerbier, welches meistens in Maßkrügen serviert wird. Es ist gold bis bernsteinfarben und ein malziges Bier, mit höherem Alkoholgehalt als andere Lagerbiere wie zum Beispiel das Pils oder ein Helles. Das Märzen wurde traditionell im Monat März gebraut und daher stammt auch der Name. In Bayern gab es zwischen dem 23. April und 29. September ein Brauverbot, aufgrund von erhöhter Brandgefahr. Deshalb wurde ein stärkeres Bier hergestellt, welches gut über den Sommer gelagert und getrunken werden konnte. Im September wurden beim Oktoberfest die letzten Fässer des Bieres getrunken, weshalb das Märzen von einigen Münchner Brauereien auch Oktoberfestbier genannt wird.
 
Pilsner
Das Pilsner, Pilsener oder Pils ist das wohl bekannteste und beliebteste Bier Deutschlands. Dabei stammt das Pils ursprünglich aus der tschechischen Stadt Pilsen, wo es von dem bayrischen Braumeister Josef Groll erfunden wurde. Das Vollbier hat eine goldgelbe Farbe und einen eher bitteren, manchmal fruchtigen Geschmack. Der Begriff “Pilsner” beschreibt dabei aber ausschließlich die Biersorte, nicht die Herkunft des Bieres. Das originale Pilsner aus der Stadt Pilsen wird “Pilsner Urquell” genannt.
 
Rauchbier
Die Basis des Rauchbiers bildet meist ein Märzenbier. Der unverwechselbare Geschmack, welcher oft an geräucherten Speck erinnert, entsteht durch das Rauchmalz, welches mit Buchenholz auf der Darre befeuert wird. Ursprünglich kommt das rauchige Vollbier aus Franken, genau genommen aus Bamberg und ist bernsteinfarben bis dunkelbraun.
 
Schwarzbier
Wie der Name schon verrät, ist das Schwarzbier ein sehr dunkles bis schwarzes Bier. Die Farbe entsteht durch die Verwendung von dunklen Spezialmalzen oder auch Röstmalzen. Der Geschmack ist malzig und süßlich und die Aromen erinnern leicht an Kaffee oder Schokolade. Seinen Ursprung hat das Schwarzbier in Thüringen und Sachsen und die bekannteste Schwarzbierbrauerei ist Köstritzer
 
Zwickl & Kellerbier
Der Name Zwickl stammt vom “Zwickelhahn”, mit welchem die Brauereien früher die ersten Kostproben vom Fass genommen haben. Ein Zwickelbier wird direkt nach dem Nachgährungsprozess getrunken und nicht eingelagert. Dadurch wurde das Bier quasi direkt aus dem Keller gezapft und wird deshalb auch Kellerbier genannt. Durch die fehlende Filtrierung bleiben die natürlichen Schwebstoffe im Bier vorhanden, sodass das Bier besonders gehaltvoll, aber auch weniger lange haltbar ist.

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